Ärztliche Atteste für Erbschleicher

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Dem Autoren sind viele Fälle bekannt, in denen Erbschleicher ganz bewusst auf ärztliche Atteste zurückgreifen, um die Erberschleichung abzusichern. Das gilt insbesondere für drei rechtsgeschäftliche Bereiche und zwar:

- Testament / Erbvertrag
- Vorsorgevollmacht
- Schenkungsvertrag.

In diesen drei Bereichen kann es jeweils zu einer Erbschleicherei kommen. Ein ärztliches Attest wird dann vom Erbschleicher dazu eingesetzt, dass ein späterer Angriff der rechtsgeschäftlichen Erklärung wegen einer Geschäfts- bzw. Testierunfähigkeit als wenig aussichtsreich erscheint. Tatsächlich ist es so, dass viele betroffene Angehörigen und auch Gerichte allzu stark dem ärztlichen Attest folgen und nicht in eine zutreffende Prüfung der Geschäfts- und Testierunfähigkeit einsteigen. Denn die Praxis zeigt, dass die meisten ärztlichen Atteste, die eine Geschäfts- und Testierfähigkeit bescheinigen, hierzu nicht geeignet sind. Diese Untauglichkeit ergibt sich zumeist daraus, dass der konsultierte Arzt den Betroffenen nur kurz sieht, der Betroffene für den Arztbesuch durch den Erbschleicher “präpariert” wird und dem Arzt die notwendigen Informationen zur Beurteilung fehlen oder der Sachverhalt vom Erbschleicher falsch geschildert wird.

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