ELDER ABUSE und Erbschleicherei

ELDER ABUSE – werden die Angriffe und Gewalttaten und Verbrechen gegen ältere Menschen im internationalen Bereich genannt.

Eine intensive Beschäftigung findet im internationalen Bereich zu diesen Themen durch die UNO und in anderen Ländern statt.

Erschreckend ist, dass dieses Thema in Deutschland überhaupt keine Rolle spielt.

In Amerika und England gibt es fast monatlich Tagungen zu dem Thema: Angriffe und Fehlverhalten gegenüber alten Menschen. In Deutschland geschieht nichts. In Deutschland spielen die alten Menschen in der Politik keine Rolle.

Was versteht man unter Gewalt gegen ältere Menschen?

Unter Gewalt gegen ältere Menschen versteht man eine einmalige oder wiederholte Handlung oder das Unterlassen einer angemessenen Reaktion im Rahmen einer Vertrauensbeziehung, wobei der älteren Person Schaden oder Leid zugefügt wird.

Unterschieden wird zwischen
• körperlicher Gewalt (z. B. Schlagen, Treten),
• psychischer Gewalt (z. B. Drohungen, Anschreien, absichtliches Nichtzuhören),
• sexueller Gewalt (z. B. mit Gewalt herbeigeführter Sexualkontakt)
• finanzielle Ausbeutung (z. B. Diebstahlt, Unterschlagung von Eigentum, Erbschleicherei – durch Produzieren von Lügengebilden gegenüber Angehörigen) und
• Vernachlässigung (z. B. Unangemessene oder absichtlich falsche Versorgung mit Nahrung und Getränken)

In welchem Bereich kommen diese Taten vor?

Die Taten kommen im Bereich der häuslichen Versorgung, der Altenheime oder sonstigen Einrichtungen vor.

Wir haben
• ein Kinderschutzgesetz,
• ein Jugendschutzgesetz,
• ein Tierschutzgesetz,
aber leider KEIN ALTENSCHUTZGESETZ.

Wir benötigen dringend folgendes:

• ein Altenschutzgesetz
• neue Gesetze, die die verschiedenen Arten von Gewalttaten überhaupt erfassen

Wir erleben in unserer Gräfelfinger Kanzlei, die in ganz Deutschland Negativfälle im Betreuungsrecht und der Erbschleicherei bearbeitet, unglaubliche „Taten“ gegen alte Menschen. Strafanzeigen haben in der Vergangenheit zu nichts geführt.

Wie erkennt man die Gewalttaten?

Im häuslichen Bereich werden die Gewalttaten nach Außen meist überhaupt nicht erkannt – außer es kommt zu schweren Verletzungen. Die Opfer schweigen und sind so verängstigt, dass sie sich nicht nach außen wenden oder nicht wenden können, weil sie für die Pflege und Betreuung keine Alternative haben.

Es fehlt auch an einer Meldepflicht und Kontrolle der pflegenden Angehörigen bzw. Pflegekräften. Es fehlt auch an einer Kontrolle der Pflegepersonen, nach Ausbildung, Herkunft und Vorstrafen.

ERGEBNIS:

Alte Menschen sind vor rechtswidrigen Taten oder Gewalt in Deutschland überhaupt nicht geschützt. Nach internationalen Statistiken dürften 20% bis 30% der älteren Menschen während der Zeit bis zum Tode derartige Taten erleben. Es fehlt in der Öffentlichkeit das Bewusstsein und das Wissen über die Gewalt gegenüber älteren Menschen.

Es fehlen Verantwortliche in jeglichen Behördenbereichen, die bei derartigen Taten gegen ältere Menschen einschreiten würden. Es fehlt die Datenerfassung der entsprechenden bekannt gewordenen Taten zentral in Deutschland (wie z. B. in Norwegen oder England).

Es muss aufhören, dass die psychische und körperliche Gewalt gegen alte Menschen in Deutschland als Tabuthema angesehen wird.

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