Erbschleicherei bei behinderten Personen

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Bei körperlich oder geistig behinderten Personen werden rechtlich häufig Testamentsgestaltungen empfohlen, die dazu führen sollen, dass zwar diese Personen Erbe werden, der Nachlass ihnen aber letztlich nicht gesichert zufließt, um einen Zugriff der Sozialhilfe zu vermeiden. Diese Gestaltung bildet ein Einfallstor für Erbschleicher, beipielsweise Geschwister. Im Rahmen dieser Gestaltung werden solche behinderten Personen nur Vorerben und zudem über eine Testamentsvollstreckung beschränkt. Ein erbschleichendes Geschwisterteil könnte die Eltern überzeugen, sich selbst als Nacherben einsetzen zu lassen und zugleich als Testamentsvollstrecker. In einem Fall im Saarland gelang dies einem Bruder der behinderten Schwester. Der Bruder war Nacherbe und Testamentsvollstrecker und schloß die Schwester vom Vermögen aus, damit diese “sein späteres Vermögen” nicht verbraucht.

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