Erbschleicherei bei Vorsorgevollmachten

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Im Rahmen von Vorsorgevollmachten, die grundsätzlich ein sinnvolles Gestaltungsmittel sind, gibt es zahlreiche Möglichkeiten einer Erbschleicherei. Es ist deshalb besonders bedeutsam, dass die Vorsorgevollmacht rechtssicher im Rahmen einer individuellen Beratung erstellt wird. Nur so kann ein Missbrauch durch einen Erbschleicher verhindert werden. Häufige Beispiele aus der Praxis des Unterzeichners für eine Erbschleicherei bei Vorsorgevollmachten sind:

Beispiel 1: Der Erbschleicher legt der betroffenen Person ein Blanko-Vollmachtsformular vor, nötigt die Person zur Unterschrift. Der Erbschleicher ist dann voll handlungsfähig.

Beispiel 2: Der Erbschleicher nimmt die fertige Vorsorgevollmacht und ergänzt das Formular händisch, setzt sich z. B. als Hauptbevollmächtigten ein oder erweitert seine Befugnisse.

Beispiel 3: Der Erbschleicher überträgt sich zu Lebzeiten die wesentlichen Vermögenswerte, insbesondere hebt er Geld vom Bankkonto ab oder überträgt eine Immobilie an sich.

Beispiel 4: Der Erbschleicher versucht, nachteilige Schriftstücke zu beseitigen. Ein Hauptproblem ist dabei die Frage, ob der bevollmächtigte Erbschleicher im Namen des Vollmachtgebers ein Testament aus der amtlichen Verwahrung holen kann (um es dann zu zerstören).

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