Erbschleicherei beim Kampf um das Testament

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Erbschleicherei tritt in vielen Fällen dann zutage, wenn ein Kampf um das Testament entbrennt. Die Situation läuft stereotyp so ab, dass bereits ein Testament erstellt ist, das dem Willen der Erblasserperson entspricht. Sobald der Erbschleicher tätig wird, versucht dieser das Testament durch Beeinflussung der Erblasserperson zu ändern. In einem ersten Schritt wird es regelmäßig nur gelingen, einen Teil des Testaments zu ändern, beispielsweise indem der Erbschleicher sich eine Miterbenstellung oder ein Vermächtnis sichert. Gelingt es dem Erbschleicher im Laufe der Zeit noch mehr Einfluss zu nehmen, so kann er diese Rechtsposition ausbauen, ggf. hin zu einer Alleinerbeneinstellung und unter Ausschluss des ursprünglich Bedachten. In einem Fall in Bayern war es tatsächlich so, dass ursprünglich ein Sohn als Alleinerbe eingesetzt war und die Tochter nur ein geringes Vermächtnis erhalten hatte. Dieser Tochter gelang es dann im Rahmen einer Erberschleicherung gegenüber der dementen Mutter durchzusetzen, dass der Sohn enterbt und sie als Alleinerbin eingesetzt wird.

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