Erbschleicherei durch Schwangerschaft

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Erbschleicherei betrifft viele unterschiedliche Sachverhalte, in denen der Erblasserwille beeinträchtigt wird bzw. in denen ein Erbschleicher sich eine Vermögenswerte Situation “erschleicht”. Ein Fall, den der Autor in der Praxis bereits mehrfach erlebt hat, betrifft die Situation, dass eine Erbschleicherin eine Beziehung zu einem zukünftigen Erblasser eingeht und mit diesem bespricht, dass kein Kind gewünscht ist. Der Mann lässt sich auf diese Beziehung ein. Die Erbschleicherin wird dann trotzdem schwanger und trägt das Kind aus. Hierdurch ist der Mann mit einem gesetzlichen Erben konfrontiert, dem sogar bei einem enterbenden Testament ein hoher Pflichtteilsanspruch zusteht. Erfahrungsgemäß betrifft diese Situation vor allem etwas ältere Männer in einer nachehelichen Beziehung. Wenn der Mann dann verstirbt, ist das Kind meist noch minderjährig, sodass das ererbte Vermögen von der erbschleichenden Mutter kontrolliert wird. In einem Praxisfall hat es die Erbschleicherin so weit getrieben, dass sie die Schwangerschaft provizierte und den Mann dann sofort nach der Geburt des Kindes verlassen hat.

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