Erbschleicherei – Geistige Störung?

Prüfen Sie als Erbschleicheropfer bei der betreffenden, durch Erbschleicher angegriffenen
Person auch, ob eine geistige Störung vorlag. Diese geistige Störung kann auf vielen
Bereichen vorliegen. In der medizinischen Forschung kennen wir Formen der chronischen
Schizophrenie, der Demenz, des Deliriums, der Paranoia, die die Tür auf machen, für
unzulässige Beeinflussung durch einen Erbschleicher. Gerade zu Personen, die auch unter
Depressionen leiden, können Personen, die Erbschleicher sind, ganz einfach Zugang
bekommen, indem sie nach Außen vorgeben, dass man in der Depression jemandem helfen
will und in Wirklichkeit nur ihre eigenen Ziele verfolgen, um an die Erbschaft ranzukommen.
Dazu werden oftmals negative Gedanken verstärkt. Ausgenützt wird auch die schlechte
Konzentration und das eingeschränkte Denkvermögen der Erbschleicheropfer. Am meisten
wird die Möglichkeit eine freie Willensbildung zu haben eingeschränkt. Der Erbschleicher
merkt immer mehr, dass er die freie Willensbildung beeinflussen kann. Diese Probleme kann
man nur nachweisen, indem man sorgfältig im Umgebungskreis des Erbschleicheropfers,
möglichst schon im Vorfeld, recherchiert. Die meisten problematischen Erbschleicherfälle
passieren dadurch, dass die Erbschelicherei erst nach dem Tod des Erbschleicheropfers
auffällt und von den potentiellen Erben vorher nicht bemerkt wurde.
Deswegen: Kümmern Sie sich möglichst bald und immer um den gefährdeten Angehörigen!
Gerade bei Demenz kann das eingeschränkte Denk- und Urteilsvermögen einen Erblasser in
die Lage bringen, dass er die Bedeutung seines Verhaltens nicht mehr verstehen kann. Er
kann nicht mehr die entsprechenden Abwägungen vornehmen, kommt nicht mehr zu
ausgewogenen Entscheidungen. Auffällig sind solche Fälle insbesondere dann, wenn in
anderen Gesprächen der andere feststellen kann, dass der sonst so sorgfältig nachdenkende
und prüfende Mensch, der dem Erbschleicher in die Falle geraten ist, nur noch oberflächliche
Bilder aufstellt und aus einem Impuls handelt, ohne hierüber nachzudenken. Oftmals fällt
auch besonders auf, dass die, sich in der Demenz befindende Person, sich nicht mehr an die
Vergangenheit erinnert und daher auch die positiven Seiten der Person, die sie im Testament
bedacht hat, nicht mehr im Kopf hat, weil sie ja durch die ständigen Einflussnahmen in die
negative Richtung geschoben wird. Gerade hier sind uns die gravierendsten Fälle in der
Vergangenheit bekannt geworden. Die dauernde Beeinflussung von Menschen, die den
Widerstand gegen die Beeinflussung aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr haben, geraten
in die Abhängigkeit und in die Beeinflussbarkeit und glauben, dass der potentielle Erbe in
Wirklichkeit ein schlechter Mensch ist. Oftmals wird behauptet, er hat Straftaten begannen
oder er kümmert sich nicht um einen und ist an dem Erblasser nicht interessiert.
Handeln Sie, bevor es zu spät ist!

 

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