Erbschleicherei im Nachgang eines Erbfalls

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In einem Erbfall kann insbesondere der überlebende Ehegatte mehrere Rechtspositionen haben, insbesondere als Alleinerbe (gesetzlich oder testamentarisch) oder im Rahmen eines Pflichtteilsanspruchs mit einer hohen Quote. Es gibt insoweit auch Erbschleichersituationen, in denen der Erbschleicher (meist ein Abkömmling) den überlebenden Ehegatten dazu überredet, auf diese Rechtsposition zum eigenen Nachteil zu verzichten. Dies geht bei einer Erbenstellung im Wege der Ausschlagung. Bei einem Pflichtteilsanspruch macht der überlebende Ehegatte diesen schuldrechtlichen Anspruch einfach nicht geltend. In beiden Fällen erleidet der Erbschleicher zum Nachteil des überlebenden Ehegatten einen Vermögensvorteil, da er selbst Erbe wird oder keinen Pflichtteil auszahlen muss.

Prof. Dr. Wolfgang Böh, München-Gräfelfing
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Erbrecht
Fachanwalt für Steuerrecht

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