Erbschleicherei und Erwachsenenadoption

Eine Entscheidung des OLG Frankfurt vom 09.01.2020 (20 VA 18/18) belegt, dass die Gerichte immer stärker mit dem Problem der Erbschleicherei konfrontiert sind. Bei dem dort zu entscheidenden Fall ging es darum, dass nach dem Tod die Wirksamkeit einer Erwachsenenadoption zu prüfen war. Die betroffene Prozesspartei lässt vortragen:

„Darüber hinaus bestehe auch ein öffentliches Interesse an einer Ausnahme von dem Ausforschungsverbot. Das Phänomen der Erbschleicherei gewinne in einer alternden Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. Die Einbindung eines Notars und eines Gerichts bei der Adoption stelle keinen hinreichenden Schutz dar, da selbst ein an einer fortgeschrittenen Demenz Erkrankter noch geistig klar wirken könne.“

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