Erbschleicherei und körperliche Abhängigkeit

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Ein für Erbschleicher vorteilhafter Bereich ist die Situation, dass eine körperliche Abhängigkeit zum Erbschleicher besteht. Denn in diesem Fall wird das Opfer nach der bisherigen Rechtsprechung nicht als geschäfts- bzw. testierunfähigkeit eingeschätzt, da es an einer geistigen Erkrankung fehlt. Gleichwohl führt dieses Abhängigkeitsverhältnis dazu, dass das Opfer dem Erbschleicher hilflos ausgeliefert ist und faktisch die Situation mit einer Geschäfts- bzw. Testierunfähigkeit gleichgestellt werden müsste. Dem Autor sind zahlreiche Fälle bekannt, in denen eine Abhängigkeit in folgenden Fällen besteht:

(1) Gehbehinderung und deshalb keine Fortbewegungsfähigkeit vorhanden

(2) Sehbehinderung und deshalb auf die Informationen des Erbschleichers angewiesen

(3) sexualle Hörigkeit.

In all diesen Fällen muss bei ersten Anzeichen zeitnah reagiert werden, damit insbesondere lebzeitige Vermögensübertragungen an einen Erbschleicher vermieden werden können.

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