Erbschleicherei zwischen Brüdern

Artikel gespeichert unter: Allgemeine Hinweise


Ein klassischer Fall von Erbschleicherei liegt vor, wenn Geschwister innerhalb der Familie versuchen, sich ein Testament zu erschleichen. Dies geschieht häufig dadurch, dass man Kontakt zu einem älteren Familienmitglied sucht, beispielsweise der “Erbtante”, und diese dann bei Besuchen beeinflusst. In der Regel werden dann die anderen Verwandten schlecht gemacht. Ist das ältere Familienmitglied dann auch noch gesundheitlich angeschlagen, gelingt es häufig, dass ein Testament abgenötigt wird. In einem Fall in Oberbayern hatte sich eine Tante entschieden, einen Verwandten mittels notariellem Testament als Erben einzusetzen. Alles war seit Jahren gut geregelt und abgesprochen. Als der Bruder des eingesetzten Erben hiervon erfuhr, nahm er Kontakt zu der Tante auf und besuchte diese wöchentlich und zwar solange, bis die Tante unter Alkoholeinfluss ein zittriges Testament erstellte. Darin wurde nun der erbschleichende Bruder als Erben eingesetzt. Fraglich ist, ob die Tante überhaupt noch testieren konnte, denn sie hatte erst kurz davor erfahren, dass sie todkrank ist und keine Heilungschance mehr besteht. Es wird davon ausgegangen, dass der erbschleichende Bruder diese Situation bewusst ausgenutzt hat.

Haben Sie Fragen? E-Mail an das Forschungsinstitut

« Demenzkranke – Laiensicht     Knebelverträge von Erbschleichern »

Themen

Links

Feeds