Formunwirksamkeit eines nicht unterschriebenen Nachsatzes am Testament

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Ein Nachsatz an einem handgeschriebenen Testament, mit dem das Testament an eine Bedingung geknüpft wird und der nicht unterschrieben ist, ist formunwirksam. Grundsätzlich muss die Unterschrift unter einem handschriftlich verfassten Testament am Ende des Textes stehen, um das Testament zu beschließen und nachträgliche Eintragungen zu verhindern.
Ergänzungen müssen daher mit einer eigenen Unterschrift versehen werden, es sei denn, sie stehen in einem so engen Zusammenhang mit dem Text des Testaments, dass dieses ohne die Ergänzung keinen Sinn ergibt.

OLG München, Beschluss vom 13.09.2011, Az. 31 Wx 298/ 11

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