Indizien für Erbschleicherei im Testament

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Gerade Verwandte gehen bei einer guten Beziehung zum Erblasser häufig davon aus, dass ihre Rechtsposition gesichert ist. Es gibt meistens ein altes Testament, in dem die Verwandten als Erben stehen. Im Erbfall geschieht es dann vielfach, dass ein neues Testament auftaucht und ein Dritter als Erbe genannt ist. Das passiert manchmal aus heiterem Himmel, ohne dass die Verwandten dies geahnt haben. In einigen Fällen liefert dann der Testamentstext einen Anhaltspunkt dafür, warum es der dritten Person gelungen ist, Erbe zu werden. In einem dem Autor bekannten Fall steht im Testament, dass der Erblasser erfahren hat, dass die Verwandten nur sein Geld wollen und gar kein Interesse an ihm haben. Dies wurde dem Erblasser anscheinend von der dritten Person (der Haushälterin) eingeredet. Hieraus ergibt sich dann ein Ansatzpunkt für eine spätere gerichtliche Überprüfung.

Prof. Dr. Wolfgang Böh, München-Gräfelfing
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Erbrecht
Fachanwalt für Steuerrecht

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