Musterfall: Bruder gegen Schwester

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In einem uns vorliegenden Fall hat die Schwester sich als Erbschleicherin zum Nachteil des Bruders gegenüber der Mutter als Erblasserin betätigt. Die Erblasserin hatte ein Elternhaus, dass sie immer sorgfältig gepflegt und erhalten hatte. Die Erbschleicherin hat dann in den 80er Jahren die Kontoführung und die Verwaltung der Immobilie übernommen, anscheinend weil die Erblasserin geistig und körperlich abgebaut hatte. Nur wenige Jahre später hat die Erbschleicherin die Erblasserin dann zu einem fremden Notar verbracht, in dem die Mutter dann die Immobilie auf die Tochter überschrieben hat. Der Notar hat naturgemäß die Geschäftsfähigkeit bestätigt. In dem Notarvertrag war zwar eine monatliche Rentenzahlung von der Tochter an die Mutter vereinbart. Hieran hat sich der Erbschleicherin aber nicht gehalten. Die Erblasserin war allerdings nicht mehr in der Lage, dies geltend zu machen. Die Erbschleicherin hat dann im Rahmen der Erbeneinsetzung ebenfalls mitgewirkt und dafür gesorgt, dass der Nachlass nachteilig zwischen den Erben aufgeteilt wird. Wesentliches Vermögen hat sie sich dadurch geholt, indem sie mittels einer Lebensversicherung außerhalb des Erbfalls als Begünstigte eingesetzt worden ist.

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