Notare bei Fällen der Erberschleichung

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Den Notaren kommt bei Erbschleicherfällen in vielen Fällen eine besondere Bedeutung zu, die in zwei Sachverhalten begründet liegt. Im ersten Sachverhalt beurkunden Notare ein Testament oder einen Schenkungsvertrag, der den Erbschleicher begünstigt und den Erblasser benachteiligt. In solchen Fällen werden Notare hinzugezogen, da zum einen ein Formzwang besteht, andererseits die Notare in einem späteren Verfahren die Geschäfts- bzw. Testierfähigkeit des Erblassers bestätigen können. In vielen Fällen gehen Notare mit dieser Beurkundung viel zu unkritisch vor, zumal der Regelfall darin liegt, dass der Notar den Erblasser nicht kennt und zum Teil in das Pflegeheim oder Krankenhaus kommen muss, um den Erblasser aufzusuchen. Dieses Problem setzt sich insoweit fort, da es in einigen Bundesländern die Regelung gibt, dass die Notariate auch als Nachlassgerichte fungieren. Dann ist der Notar später dafür zuständig, seine Urkunde bzw. die Urkunde des Kollegen zu überprüfen.

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