Unterhaltsansprüche der Erbschleicherperson?

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Wenn eine Erbschleicherperson bereits zu Lebzeiten Vermögen an sich bzw. nahestehende Dritte übertragen lässt, droht nicht nur das Risiko, dass die eigentlichen Erben nichts mehr aus dem Nachlass erhalten, weil das Vermögen bereits weggegeben ist. Ein weiteres Risiko kann darin liegen, dass die Erbschleicherperson sich selbst vermögenslos stellt und dann noch Unterhaltsansprüche geltend macht. In einem Fall in Norddeutschland hatte eine Erbschleicherin einen älteren Herren geheiratet und ihn dazu gebracht, sein Vermögen an die Tochter der Erbschleicherin zu übertragen. Die Erbschleicherin selbst war vermögenslos und nahm den älteren Herrn dann auf Ehegattenunterhalt in Anspruch. Der ältere Herr wurde dadurch und mit Blick auf seine eigene Vermögenssituation in die Lage gebracht, dass er Unterhaltsansprüche gegen seine Kinder aus erster Ehe stellen musste. Damit wurden diese Kinder letztlich mit den Unterhaltsansprüchen der Erbschleicherin wirtschaftlich belastet.

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