Vorsicht bei lebzeitiger Schenkung und Immobilienübertragung

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Häufiges Mittel von Erbschleichern ist es, insbesondere älteren Menschen zu versprechen, dass sie sich um sie kümmern und sie pflegen werden. Dies wird dann so geregelt, dass die ältere Person beispielsweise ihre Immobilie an den Erbschleicher als Schenkung im Rahmen eines Übertragungsvertrags weitergibt und sich die Erbschleicherperson dazu verpflichtet, für den älteren Menschen zu sorgen, also zu putzen, Wäsche zu waschen und zu kochen. Meistens ist dies im Übertragungsvertrag aber nicht ausreichend geregelt, sodass die Erbschleicherperson die Immobilie erhält und dann die versprochenen Leistungen einstellt. In einem Fall in München hatte ein junger Mann eine Immobilie erhalten und sich dazu verpflichtet, Garten- und Winterarbeiten zu leisten und einen älteren Mann zu versorgen. Der Erbschleicher ist dann zum Studium nach Nordbayern gegangen und konnte die Dienste nicht mehr erbringen. Der Übertragungsvertrag war aber so schlecht geregelt, dass der ältere Mann nunmehr über ein Gerichtsverfahren versuchen muss, die Immobilie zurückzuerhalten.

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