Was tun bei Erbschleicherei?

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Selbst eine gute Vorsorge im Rahmen einer Standardrechtsberatung schützt häufig nicht vor einer Erbschleicherei. Typischerweise denken insbesondere Eheleute, sich mit einem Ehegattentestamet (meist “Berliner Testament”) abzusichern und den überlebenden Partner zu binden. Tatsächlich darf dieser kein neues Testament mehr erstellen. Lebzeitig kann er aber dennoch in Grenzen frei verfügen. Häufig erlebt der Autor als Rechtsexperte in diesem Bereich Fälle, in denen der überlebende Ehegatte einen neuen Partner bzw. eine neue Partnerin kennenlernt und diese Person dann als Erbschleicher auftritt. Es wird dann versucht, das ursprüngliche Ehegattentestament auszuhebeln, das häufig die Kinder aus der Ehe oder nahe Verwandte letztbegünstigt. Dies gelingt Erbschleichern auf vielfältige Art und Weise und beginnt meistens damit, dass der überlebende Ehegatte von der Familie isoliert wird. Besuche und Telefonkontakte werden unterbunden. Die Verwandtschaft wird schlecht geredet. Meistens ist der überlebende Ehegatte gesundheitlich angeschlagen und von dem neuen Ansprechpartner abhängig und stellt diesem eine Vorsorgevollmacht aus. Damit wird dann das Vermögen wegübertragen und verschoben. Ggf. folgt dann noch eine Heirat, um ein gesetzliches Erbrecht bzw. jedenfalls einen Pflichtteilsanspruch für die Erbschleicherperson zu schaffen. In all diesen Fällen muss die Familie sofort reagieren und konkrete Maßnahme einleiten, um die Erberschleicherung zu begrenzen.

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