Zerstörung des Lebenswerks eines Unternehmers durch Erbschleicher

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In vielen Fällen führt eine Erberschleichung dazu, dass das Lebenswerk eines Unternehmers zerstört wird. In einem aktuellen Fall aus Süddeutschland hatte der Erblasser ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut und seine Töchter aus erster Ehe als Gesellschafterinnen eingebracht. Er heiratete dann eine neue Frau, die innerhalb weniger Monate den Erblasser gegen die Töchter aufbrachte. Es gelang ihr zu veranlassen, dass der Erblasser und Vater seine Töchter enterbt und die Gesellschaftsanteile auf bloße Nießbrauchsrechte beschränkt. Hierdurch hat die Erbschleicherin erreicht, dass ihr wesentliches Vermögen zukommt, allerdings um den Preis, dass das Unternehmen zerstört wird. Denn die Töchter haben nur einen wertlosen Nießbrauch erhalten und müssen in der Folge ihre Pflichtteilsansprüche geltend machen, die dann das Unternehmen illiquide machen. Das Unternehmen wird zerstört. Dies hätte verhindert werden können, wenn die damaligen Gesellschaftsverträge besser geschlossen worden und auf dieses erbrechtliche Risiko hin durchdacht gewesen wären.

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