Erbschleicher – unzulässige Beeinflussung

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Die wissenschaftliche Überprüfung, ob ein Erbschleicherfall vorliegt, bedingt durch eine unzulässige Beeinflussung, muss auf vier Ebenen erfolgen:

I. Testebene: die Unabhängigkeit
Gerade bei älteren Menschen ist es wichtig, festzustellen, zu welchem Grad der Testierende psychisch, physisch und insbesondere mental unabhängig war.

II. Testebene: Ausnutzung der eigenen Hilfe
Es muss festgestellt werden, zu welchem Grad der Begünstigte dem Testierenden geholfen hat.

III. Testebene: Beziehungsproblematik
Die Feststellung der Natur der Beziehung des Testierenden zu Personen, die nicht begünstigt wurden, ist zu überprüfen.

IV. Testebene : Umstände/ Wille
Der Test der Umstände, unter denen der Wille ausgeführt wurde, ist ebenfalls anzufertigen.

Diese Basis haben amerikanische Gerichte in Erbschleicherfällen aufgestellt, weil sich dann aus der Gesamtschau schon relativ leicht die Erbschleichergrundproblematik und der Erbschleichernachweis ergeben kann. Leider wird oftmals gerade bei notariellen Testamenten von Notaren die Testierfähigkeit bestätigt, obwohl sie in diesem Bereich überhaupt nie die Prüfung vorgenommen haben und auch nicht vornehmen müssen bzw. können. Es wird leichtfertig von Testierfähigkeit in späteren Gerichtsverfahren gesprochen, obwohl diese überhaupt nicht vorlag.

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