Erbschleicherei – Österreich

Artikel gespeichert unter: Betreuung in Österreich


Auch in Österreich gibt es anscheinend die gleichen Probleme wie in Deutschland im Bereich der Erbschleicherei. Oftmals beginnen die Erbschleicherverfahren auch in Österreich über das Betreuungsverfahren. In Österreich wird die Betreuung Sachwalterschaft genannt. Es wird kritisiert, dass auch die Sachwalterschaft den betroffenen Betreuern –in Österreich Sachwaltern- die Möglichkeit verschafft, „legal“ an das Vermögen alter Menschen zu kommen. Die Probleme sind völlig ähnlich wie in Deutschland. Egal, ob Personen vermögend sind oder sonst ein gutes Einkommen oder Rente hatten, werden sie oftmals durch die Sachwalterschaft in die Situation versetzt, dass sie von ihren Konten nicht mehr abheben konnten oder nur ganz geringe Geldbeträge monatlich zu Verfügung erhalten. Es handelt sich um wehr- und hilflose Opfer des österreichischen Sachwalterrechts, die in der Öffentlichkeit bekannt werden. Kritisiert wird in Österreich auch die schnelle Entscheidung der Sachwalterschaft, die letztendlich eine gleiche Form wie auch die bisherige österreichische Entmündigung darstellte. In Österreich haben anscheinend auch die Anwälte dies als Verdienstquelle entwickelt. Es sollen Kanzleien in Wien existieren, die zwischen 500 – 700 Sachwalterschaften haben?!
Anders wie in Deutschland erhält der Sachwalter in Österreich keinen Fixbetrag wie der deutsche Betreuer, sondern er erhält einen Prozentsatz vom Vermögen. Aus diesem Grund sind auch die österreichischen Sachwalter nicht interessiert, das Vermögen möglichst schnell im Rahmen der Betreuung für den Betreuten auszugeben.

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