Artikel unter 'Besuchsverbot'

Erbschleicher – Erkennbarkeit

Wir warnen ausdrücklich davor, ältere Menschen in ihrer jeweiligen Situation, sich allein zu überlassen. Sicherlich kommt es zu vielen Erbschleicherfällen deswegen, weil sich die potentiellen Erben sich schlichtweg nicht um den Erblasser kümmern. Oftmals ist es auch nur grobe Nachlässigkeit, dass man die ersten Symptome der Erbschleicherei nicht erkennt. Eines der ersten Symptome ist ein anderes Verhalten bei den täglichen oder wöchentlichen Telefongesprächen mit dem älteren Menschen. Wenn dieser anfängt, sich etwas eigenartiger zu unterhalten, also insbesondere etwas verhaltener ist, kürzere Telefongespräche wie sonst führt oder man hat das Gefühl, dass jemand anderes zuhört, dann ist schon die höchste Wahrstufe erreicht. Gerade in dieser Situation fängt meistens schon die Erbschleicherei an oder hat schon angefangen.

Der nächste Schritt ist dann das Besuchsverbot oder dass Telefongespräche überhaupt nicht mehr abgenommen werden. In einem derartigen Fall sollten Sie eine Experten zu Rate ziehen. Gegebenenfalls muss man sofortige Besuchsverbote erteilen und versuchen, durchzusetzen oder mit Verfahren vor Gericht, wie Einstweiligen Verfügungen arbeiten. Dies sind Schnellverfahren bei Gericht. In einem derartigen Verfahren kann es passieren, dass das Gericht dem Erbschleicher untersagt, unter Androhung einer Geldstrafe oder Haftstrafe, dass Haus des Erblassers nochmals zu betreten.

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Erbschleicher – Isolierung

Ein typischer Trick der Erbschleicher ist, dass sie den potentiellen Erblasser von der Außenwelt isolieren. Dies fängt meistens schon bei Telefongesprächen an. Die Telefongespräche werden oft deswegen in einer komischen Form geführt, weil der potentielle Erbschleicher daneben steht und dem älteren Menschen zuhört. Meist fängt es damit an, dass die Telefongespräche immer kürzer werden oder eines Tages ganz aufhören und der Erbschleicher ans Telefon geht und sagt, der Erblasser ist krank und kann nicht ans Telefon gehen. Gegebenenfalls muss man mit einem Besuchsverbot bzw. einer einstweiligen Verfügung als Notmaßnahmen arbeiten, damit der Erbschleicher den Erblasser nicht mehr besuchen kann.

Zeigen sich derartige Anzeichen, so sollte sofort ein Expertenrat herbeigeholt werden und zwar von Rechtsexperten, die in der Praxis derartige Fälle bearbeiten. Gegebenenfalls muss man mit Besuchsverbot, Hausverbot und einstweiligen Verfügungen – eine Notmaßnahme, die durch das Gericht angeordnet werden kann arbeiten – damit der Erbschleicher den Erblasser nicht mehr besuchen kann.

Wir kennen sehr sehr viele Fälle, bei denen ein sofortiges Haus- und Besuchsverbot mit der Konsequenz einer Strafanzeige bei wiederholten Besuchen schon geholfen hat.

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