Artikel unter 'Der Fall “Luxi”'

Erbschleicherei – Urlaubsreisen

Immer wieder werden uns Erbschleicherfälle bekannt, die dadurch eintreten, dass der Erbschleicher die älteren Menschen auf lange Urlaubsreisen mitnimmt bzw. ganz ins Ausland verbringt, wie der Fall Luxi, der deutschlandweit bekannt wurde, gezeigt hat.

Meist ist es für die Erben schon zu spät, wenn Sie merken, dass der Erbschleicher den potentiellen Erblasser auf eine längere Urlaubsreise mitgenommen hat, um ihn entsprechend zu bearbeiten, dass das Testament geändert wird. Problematisch ist in einem derartigen Fall auch die Vorsorgevollmacht, weil die Frage sodann auftaucht, ob diese in dem fremden Land überhaupt wirksam ist. Vielfach werden hier die Regelungen in der Vorsorgevollmacht, die notwendig sind, übersehen, weil man eine entsprechende rechtliche Beratung einspannen will.

In derartigen fällen empfiehlt sich eine entsprechende Regelung in der Vorsorgevollmacht.

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Wohnortwechsel des Erblassers als Trick

Der vom Unterzeichner bearbeitete Fall Luxi, des niederbayerischen Millionärs, der – nachdem er um sein Vermögen gebracht wurde – in Tschechien in einem Obdachlosenasyl von dem Erbschleicher untergebracht wurde, beweist, wie einfach es Erbschleicher haben können.

Die Vorsorgevollmacht, die die Lebensgefährtin erhalten hatte, führte dazu, dass Immobilienvermögen, welches mehrere Millionnen Wert war, an sie übertragen wurde. Es wurden Kaufpreise vereinbart und zusätzlich wies man auf Darlehen in den Verträgen hin, die sich der Millionär einige Monate zuvor von der älteren Dame geben ließ.
Der Wohnortwechsel war als Trick gedacht, damit die Vorsorgevollmacht nicht widerrufen werden kann. Erst das Landgericht Deggendorf entschied, dass die Vorsorgevollmacht widerrufen werden muss und dies wurde dann auch so umgesetzt.
Näheres können Sie hierzu im Internet unter dem Fall Luxi finden. Der Fall beweist, dass gerade bei Wohnsitzwechsel des Erblassers dringend Schritte einleitet werden müssen, falls der Wohnortwechsel nur bezweckt war, um die Erbschaft an sich zu reißen.

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Erbschleicher – Der Fall „Luxi“

Der berühmte Fall „Luxi“ hat gezeigt, dass eine Vorsorgevollmacht genügt, um an das Vermögen einer Person zu kommen, so dass die Angehörigen, wie hier die zwei Töchter des Herrn Luxi, die ein Millionenvermögen geerbt hätten, völlig vermögenslos bleiben. Das besonders Prekäre an der Situation im Fall „Luxi“ war, dass sich das Millionenvermögen von Herrn Luxi bei seiner Lebensgefährtin befindet. Herr Luxi wurde dadurch zu einem Sozialfall. Das Sozialamt musste für seine Heimunterbringung aufkommen. Die Lebensgefährtin ist – trotz des Millionenvermögens – gesetzlich nicht verpflichtet, seine Heimkosten zu bezahlen. Die Töchter wurden diesbezüglich vom Sozialamt aufgefordert, die Heimkosten zu bezahlen. Dadurch wird ganz deutlich, zu welchen unglaublichen Folgen Vorsorgevollmachten führen können. Wobei im Fall Luxi noch nicht geklärt ist, ob Herr Luxi überhaupt in der Lage war, eine entsprechende Vollmacht zu erteilen. Die Töchter gehen auch aufgrund Zeugenaussagen davon aus, dass er nicht mehr in der Lage war, wirksam eine Vorsorgevollmacht zu erteilen.

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