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Pflichtteilsverzicht

Vielfach verzichten die potentiellen Betrogenen durch Erbschleicherei auf ihre Erbschaft, weil sie glauben, dass ihnen aufgrund des Pflichtteilsverzichts keinerlei Ansprüche mehr zustehen. Wir haben sehr viele Fälle erlebt, bei denen nachträglich der Pflichtteilsverzicht angefochten werden konnte, weil entweder der Erblasser zum Zeitpunkt der Pflichtteilsvereinbarung dement war, was den Sohn, der den Pflichtteilsverzicht machte, gar nicht bewusst war oder man später nachweisen konnte, dass der Elternteil, der besonders auf den Pflichtteilsverzicht drängte, in Wirklichkeit diesen gar nicht wollte, sondern nur von den Erbschleicher in diese Verhandlungssituation mit seinen Kindern hineingedrängt wurde.

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Erbverzicht

Im Einzelnen muss auch im Rahmen eines Erbschleicherrechtsstreits genau geklärt werden, ob der Erb- oder Pflichtteilsverzicht den der Erbschleicher provozierte nicht auch sittenwidrig ist. Das OLG Hamm hatte mit Urteil vom 08.11.2016 eine interessante Entscheidung getroffen wonach auch aus der Gesamtwürdigung eines Erbverzichts sich die Sittenwidrigkeit ergeben kann, wenn er, wie in dem zu entscheidenden Fall von Bedingungen abhängig ist, die, wenn sie nicht eintreten die Gegenleistung für den Erb- und Pflichtteilsverzicht gleich Null ist.

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