Erbschleicher – Familiengeschichte wurde zerstört

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Ein besonders prekärer Erbschleicherfall ist uns aus dem Augsburger Raum bekannt geworden. Hier hatte sich eine völlig fremde Person im Rahmen ihrer Pflegetätigkeit an einen älteren Menschen herangemacht. Es gelang ihr durch ständiges Schlechtmachen der Angehörigen, dass der ältere Mensch den Angehörigen ein Besuchsverbot erteilte. Der ältere Mensch glaubte dem Erbschleicher. Er merkte nicht, dass das Telefon abgestellt war. Er merkte auch nicht, dass er keine Post mehr bekam. Er glaubte, dass er von seinen Angehörigen völlig verlassen wurde und diese ihn nur in ein Heim bringen wollten, um an das Vermögen zu verlangen. Es war nicht sehr schwer, mit den älteren Menschen, der unserer Ansicht nach dement war, zum Notar zu gehen. Der Notar konnte die Demenz nicht erkennen, da es ihm an der entsprechenden Ausbildung fehlte. Aufgrund des notariellen Testaments erhielt der Erbschleicher sodann das gesamte Vermögen.

Der Erbschleicher ging nach dem Tode des Erblassers in das Haus. Er warf sämtliche alten Familienbilder und Andenken der Familie, die seit Jahrzehnten in dem Ort wohnte, in den Müll.

Ein Enkel konnte gerade noch das Bild seines Großvaters aus dem Müll heraussuchen. Sämtliche Andenken an die Familie wurden durch die Erbschleicherei zerstört. Diese Fälle sind uns äußert häufig bekannt und zeigen auch, dass es nicht nur um das Vermögen oder um Geld geht, sondern oftmals um Familiengeschichten, die durch fremde Personen in eiskalter Weise vernichtet werden.

Auch für derartige Fälle empfehlen wir schon, soweit überhaupt der Verdacht besteht, zu einem Gespräch mit der Stiftung. Wir möchten die Handlungsmöglichkeiten hier nicht näher erläutern, da wir Erbschleichern nicht den Weg ebnen möchten, wie man Erbschleicherei begeht.

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