Musterfall: Streit zwischen Miteigentümern

In einem Fall bestand eine Miteigentümergemeinschaft zwischen einer Mutter und zwei erwachsenen Söhnen. Die Söhne hatten eigentlich zutreffend für die Mutter vorgesorgt. Es war für jeden Sohn eine Vorsorgevollmacht erstellt. Im weiteren Ablauf wurde die Mutter dann dement. Der eine Sohn sorgte sich um die Mutter und schrieb diese an, wie er sich mit Blick auf die gesundheitliche Verschlechterung verhalten solle. Dies hat die Mutter dann stark getroffen und sie wandte sich dem anderen Sohn zu. Dieser nutzte die Folgezeit und schaffte es, den besorgten Sohn in den Augen der Mutter schlecht zu machen. Ihm gelangt es, dass die Mutter ihm zu Lebzeiten erhebliche Vermögenswerte übertrug. Hierdurch wurde der sich sorgende Sohn erheblich benachteiligt. Ob die Mutter zum Zeitpunkt der Vermögensübertragungen überhaupt noch geschäftsfähig war, ist zweifelhaft.