Testierunfähigkeit wegen Medikamenteneinnahme

Ein schwieriges Problem ist der Nachweis der Testierunfähigkeit, weil der Erblasser unter Medikamenteneinnahme stand. Das OLG Düsseldorf hat mit Beschluss vom 01.06.2012 – 3 Wx 273/ 11, NJW Spezial 2012, S. 424, darauf hingewiesen, dass konkrete Aspekte vorliegen müssen, wie beispielsweise wahnhaftes Verhalten, Gedächtnislücken. Nur wenn konkrete Tatsachen vorgetragen sind, muss der Richter ein Gutachten zur Frage der Testierfähigkeit einholen, […..]
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Testierfähigkeit

Die Testierfähigkeit kann auch dann fehlen, wenn die Kritik- und Urteilsfähigkeit eingeschränkt ist. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Erblasser keine vernünftigen Erwägungen anstellen kann, warum er das Testament errichtete. Dieses Problem wird leider in der Praxis vielfach von Richtern, aber auch von Anwälten, die derartige Mandate übertragen bekommen, übersehen. Oftmals werden auch deswegen falsche Ratschläge erteilt, dass der Erbschleicherprozess […..]
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Testierfähigkeit – inhaltliche Erfassung des Testaments

Die Testierfähigkeit eines Erblassers ist dann nicht gegeben, wenn er aufgrund seines desorientierten Zustands nicht mehr in der Lage gewesen ist, sich ein Urteil über Bedeutung, Tragweite und Wirkungen der von ihm niedergeschriebenen Worte zu bilden, die Gründe, die für und gegen die sittliche Berechtigung der Anordnungen sprächen, zu beurteilen und frei von Einflüssen Dritter zu handeln. In einem vom […..]
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Testierunfähigkeit – unzulässige Beeinflussung

Folgende Kriterien weisen deutlich auf unzulässigen Einfluss verbunden mit dritten Personen auf den Erbschleicher hin. Diese Einflussnahme kann so gravierend sein, dass der Erbschleicher nicht in der Lage ist, das Testament ordnungsgemäß zu richten. Folgende Kriterien sind hier erste Alarmzeichen: a) Die Abspaltung und Isolation der eingeschränkten Person (Erblasser), sodass der Kontakt mit der Außenwelt gehemmt ist (z.B. Telefonnummern werden […..]
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Testierunfähigkeit – Medikamente

Die Testierunfähigkeit kann auch durch Medikamente, die der Erblasser einnahm, eingetreten sein, so dass der Erblasser geistig nicht mehr in der Lage war, sein Tun einzusehen und danach zu handeln. Die Medikamente können die emotionale und kognitive Labilität des Erblassers so verstärken, dass die Testierfähigkeit nicht mehr gegeben ist bzw. eine eigene Willensbildung durch Einflüsse Dritter völlig überlagert wurde. Man […..]
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Testierunfähigkeit – Medikamenteneinnahme

Allein der Hinweis, dass die Testierunfähigkeit wegen Medikamenteneinnahme gegeben ist, ist für das Erbscheinverfahren nicht ausreichend. Der Richter muss also bei einem derartigen Hinweis kein Gutachten einholen, da die Vermutung nicht ausreichend ist, die Testierunfähigkeit nachzuweisen. Es müssen konkrete Aspekte wie wahnhaftes Handeln oder Gedanken vorgetragen werden, dann ist das Gericht gehalten, ein Gutachten einzuholen (siehe hierzu auch OLG Düsseldorf, […..]
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Testierfähigkeit – Depression

In der Medizin ist anerkannt, dass bei schweren Depressionen die Urteils- und Entscheidungsfähigkeit beeinträchtigt werden kann, wodurch die Testierunfähigkeit gegeben sein kann. Dies gilt insbesondere, wenn dadurch die kognitiven und intellektuellen Fähigkeiten stark eingeschränkt sind. Dies gilt insbesondere bei einem depressiven Wahn (meist Schuldwahn) vorliegt, der zu einer Einschränkung der Testierfähigkeit führen kann.

Erbschleicher – Herzrhythmusstörungen

Herzrhythmusstörungen führen aufgrund der verminderten Herzleistung zu einer verminderten zerebralen Durchblutung des Gehirns und können Hinweise auf fehlende Testierfähigkeit sein. Entsprechende Arztberichte sind in Erbschleicherverfahren unbedingt vorzulegen.

Testierfähigkeit – Testamentflut

Bekannt sind Erblasser, die eine Fülle von Testamenten verfassen. Hier ist ein erheblicher Verdacht auf Testierunfähigkeit gegeben, insbesondere gilt dies dann, wenn Testamente nur deswegen errichtet werden, um gewisse Personen an den Erblasser zu binden. Noch klarer sind Hinweise auf die Testierunfähigkeit gegeben, wenn die Personen, die Testamente empfangen, Einfluss auf den Erblasser ausüben konnten, dem Erblasser nahe standen oder […..]
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