Erbschleicherei und Aufwendungsersatz

Wenn es einem Erbschleicher nicht gelingt, ein für sich günstiges Testament zu erhalten, gibt es noch andere Wege, sich einen Vermögensvorteil zu sichern. Eine Möglichkeit ist, dass der Erbschleicher nach dem Erbfall behauptet, dass er die Erblasser-Person umfassend gepflegt und betreut hat und für seine Aufwendungen Ersatz verlangt (für seine Arbeitszeit und Unkosten).

Erbschleicherei: Abwägen zwischen Erb- und Pflichtteil

Erbschleicher schaffen es in bestimmten Fällen, den Betroffenen zu Testamenten zu überreden, die erbrechtliche Nachteile für die Familie haben. Im Erbfall muss die Familie dann sehr sorgfältig prüfen lassen, ob man das nachteilige Testament akzeptiert, Pflichtteilsansprüche geltend macht und ggf. parallel das Testament gerichtlich angreift.

Erbschleicherei und Prozessfinanzierungsunternehmen

Das Vorgehen gegen Erbschleicher kann bei hohen Streitwerten kostspielig sein. In einer solchen Konstellation kann es sinnvoll sein, die Unterstützung eines Prozessfinanzierungsunternehmens in Anspruch zu nehmen. Hierzu bedarf es allerdings einer sorgfältigen, rechtlichen Aufbereitung des Streitfalles, damit eine Kostenmäßige Unterstützung realistisch ist.

Erbschleicherei: „Gefälligkeitsatteste“ bei notarieller Beurkundung

Steht eine Geschäfts- oder Testierunfähigkeit im Raum, so empfiehlt ein Rechtsberater seinem Mandanten, diese medizinische Fragestellung von einem Arzt vorab klären zu lassen. Dies veranlasst in bestimmten Fällen auch ein Notar. Grundsätzlich ist es also positiv, wenn der Gesundheitszustand geprüft wird. Allerdings gibt es einige Fälle, in denen Erbschleicher das Risiko, dass ein Rechtsgeschäft nachträglich angegriffen wird, dadurch ausschließen wollen, […..]
Weiterlesen >

Erbschleicherei: der Erbfall als Zäsur

Häufig wird eine Erbschleicherei schon zu Lebzeiten erkannt und von der Familie angegriffen. Dabei sollte man sich immer bewusst machen, dass ein Erbfall, der auch plötzlich eintreten kann, eine Zäsur darstellt und die Situation drastisch ändert. Hierauf sollte man sich zu Lebzeiten bereits vorbereiten, damit man handlungsschnell reagieren kann: beispielsweise mit Blick auf den Widerruf von bestehenden Vorsorgevollmachten, der Kontaktaufnahme […..]
Weiterlesen >

schrittweise Erbschleicherei

Vielfach geht eine Erbschleicherei schrittweise voran. Das zeigt sich besonders gut, wenn über mehrere Jahre mehrere Testamente geschrieben werden und die Erbschleicher-Person von Testament zu Testament eine immer bessere Rechtsposition erhält. In einigen Fällen gelingt es der Erbschleicher-Person von einer „schwachen“ Stellung als Vermächtnisnehmer zu einem kleinen Geldbetrag sich bis zum Alleinerben „hochzuarbeiten“.

Erbschleicherei durch Zeitablauf

Gerade in familiären Konstellationen gibt es im Erbfall über viele Jahre hinweg Diskussionen über den Nachlass, wobei sich die einzelnen Erben scheuen, gerichtliche Schritte einzuleiten. In einigen Fällen gelingt es dann einem Miterben sich Vermögensvorteile dadurch zu erschleichen, dass er die anderen Miterben solange hinhält, bis diese Miterben keine Ansprüche mehr durchsetzen können.

Erbschleicherei an Weihnachten

An Weihnachten und anderen familiären Festen steht der Familienzusammenhalt im Vordergrund. Es kommt aber natürlich vor, dass beispielsweise eines von zwei Kindern nicht zum Fest erscheinen kann. In diesem Fall gibt es Situationen, in denen das andere Kind Stimmung gegen das Geschwisterteil macht, um sich mittelfristig Vermögensvorteile zu sichern.

Erbschleicherei bei plötzlichem Ereignis

Plötzliche Ereignisse werfen Menschen aus der Bahn, es kann sich um einen Todesfall des Partners, einen Unfall oder beispielsweise eine Opfersituation bei einer Straftat handeln. In solchen Fällen sind die Betroffenen empfänglicher für Erbschleicherei, da sie nicht wehrhaft sind. Es ist also dann besondere Vorsicht geboten, wenn sich eine Person aufdrängt und in solchen Situation helfen möchte, aber hierfür auch […..]
Weiterlesen >

Erbschleichende Geschwister

Wenn mehrere Kinder einer älteren Person um das Erbe streiten, so gibt es viele Möglichkeiten, dass das eine Kind das andere Kind benachteiligt. Beispielsweise ist uns ein Fall bekannt geworden, in dem die Eltern dem einen Kind Immobilienvermögen als Vermächtnis in einem Ehegattentestament zugesprochen haben, allerdings unter der Voraussetzung, dass das Immobilienvermögen im zweiten Erbfall noch im Nachlass ist. Das […..]
Weiterlesen >

Nächste Seite »