Erbschleicherei und Betreuungsrecht

Ein typischer Erbschleicherfall ist der, dass eines von mehreren Kindern die Vertretungsmacht über ein Elternteil erhalten möchte, um dann Vater oder Mutter zu schädigen. Die Geschwister müssen dann gegen diese Erbschleicher-Person vorgehen. Häufig geschieht dies in einem gesetzlichen Betreuungsverfahren, bei dem die Vertretungssituation des Elternteils im Vordergrund steht.

Prof. Dr. Wolfgang Böh, München-Gräfelfing
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Erbschleicher in öffentlichen Ämtern

Erbschleicher können auch Politiker, beispielsweise Bürgermeister, sein. Dann gibt es das Problem, dass diese Politiker gerade in kleinen Gemeinden erheblichen Einfluss haben und im Einzelfall diesen Einfluss auch nutzen. Dem Autor ist ein Fall bekannt, in dem ein Notar den Bürgermeister in einem Testament als Erbe eingesetzt hat, obwohl er schon Bedenken an der Testierfähigkeit der älteren Dame hatte. Der Notar machte für die Gemeinde aber viele Beurkundungen und hat das Testament dann letztlich doch beurkundet.

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Erbschleicherei im Zweierpack

Erbschleicherei ist kein Sachverhalt, der immer nur einen Betroffenen betrifft. Es gibt auch viele Fälle, in denen zwei oder mehr Personen hierfür betroffen sind. Der typische Fall ist, dass Eheleute von einem Erbschleicher geschädigt werden. Dann liegen zwei Erbschleicheropfer vor.

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guter Sohn und böse Tochter

Erbschleicherei ist ein Phänomen, das auch in der Familie häufig auftritt. Es gibt hier immer wieder typische Geschwisterkonflikte, die insbesondere dann ausgelebt werden, wenn ein Elternteil verstirbt. Verstirbt beispielsweise zuerst der Vater, so ist es nicht selten so, dass es dem Sohn gelingt, eine nähere Beziehung zur Mutter aufzubauen und die Tochter als “böse” hinzustellen. Dem Autor sind viele Fälle bekannt, in denen diese Situation so eintritt. Dies führt dann dazu, dass die Tochter “enterbt” wird.

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Hundertjährige heiraten?

Die Praxis des Autors zeigt, dass viele Standesämter bei Eheschließungen viel zu unkritisch agieren und verheiraten, ohne die Ehefähigkeit geprüft zu haben. Das Problem stellt sich häufig bei hochbetagten älteren Männern, die jüngere Damen heiraten. In einem aktuellen Fall hat ein 85-Jähriger eine knapp 60-Jährige geheiratet. Vielfach können die älteren Männer die Eheschließung und die Folgen (gesetzliches Erbrecht, Pflichtteilsansprüche u. ä.) überhaupt nicht mehr absehen.

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gestaffelte Erbschleicherei

In einigen Fällen werden Betroffene durch eine mehrfache Erbschleicherei geschädigt. Dies kann so geschehen, dass eine Person dem Betroffenen erklärt, dass er gerade von einem Erbschleicher geschädigt wird. Der Betroffene erkennt dies und vertraut daraufhin dieser neuen Person. Manchmal ist diese neue Person aber auch ein Erbschleicher und schädigt den Betroffenen dann weiter.

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Vorsorgevollmacht bei sich perpetuierender Erbschleicherei

Nicht nur in Erbfällen, sondern auch zu Lebzeiten von Betroffenen sind Erbschleicher aktiv. Häufig wird versucht, sich eine Vorsorgevollmacht zu holen, um die betroffene Person schon zu Lebzeiten wirtschaftlich zu schädigen. Es gibt dann nicht selten heftige Diskussionen zwischen den Angehörigen, der Erbschleicherperson und der betroffenen Person. Diese sitzt zwischen den Stühlen. Angehörige müssen in einer solchen Situation mit Fingerspitzengefühl überlegen, wie sie sich verhalten, um nicht zu viel Druck auf die betroffene Person auszuüben. Andererseits genügt es häufig nicht, sich einfach selbst eine Vorsorgevollmacht geben zu lassen, weil immer die Gefahr besteht, dass die betroffene Person vom Erbschleicher dazu überredet wird, diese Vollmacht zurückzunehmen.

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Erbschleicher aus dem Arbeitsumfeld

Vermehrte Fälle zeigen dem Autor, dass eine Erbschleichersituation auch aus dem Arbeitsumfeld eintreten kann. In einem Fall hatte sich die Erbschleicherperson an einen Arzt herangemacht. Die Erbschleicherperson war die Ehefrau eines Arztkollegen. Es kam zu einer Beziehung und die Erbschleicherperson erreichte die Enterbung des Abkömmlings. In einem anderen Fall war der Erbschleicher der Gesellschafts- und Geschäftsführerkollege des späteren Erblassers. Der Erbschleicher hat sich durch eine Täuschung des späteren Erblassers erhebliche Vermögensvorteile verschafft.

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Erbschleicherei bei Eheleuten zum Nachteil von Verwandten

Immer wieder tritt das Problem auf, dass bei Eheleuten ein Ehepartner verstirbt und dieser im Vertrauen darauf, dass das Vermögen letztlich zu den Verwandten, insbesondere den Kindern geht, testiert hat. Es gibt dann aber Fälle, in denen der überlebende Ehepartner das Vermögen an Dritte weitergibt und die Verwandten, respektive die Kinder benachteiligt. Dabei kann es sein, dass der überlebende Ehepartner von einer Erbschleicher-Person beeinflusst wird und der Ehepartner dazu gebracht wird, entsprechend das Vermögen umzuleiten.

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Die Angreifbarkeit von ärztlichen “Gefälligkeitsattesten”

Inzwischen gibt es eine verbreitete Praxis bei Erbschleichern, die Wirksamkeit von Testamenten oder ähnlichen Urkunden mittels ärztlicher Atteste abzusichern. Leider gibt es immer wieder Ärzte, die auf Veranlassung der Erbschleicher ein solches Attest ausstellen und die Geschäfts- bzw. Testierfähigkeit der betroffenen Person ohne nähere Prüfung bestätigen. Hiergegen können betroffene Angehörigkeit später im Erbfall aber vorgehen, beispielsweise indem ein Rügeverfahren bei der zuständigen Ärztekammer eingeleitet wird oder ein Strafverfahren wegen der Ausstellung eines falschen Gesundheitszeugnisses.

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