Erberschleichung im Ausland

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Viele Erbschleicherfälle haben einen Auslandsbezug. Dabei ist der benachteiligten Familie häufig nicht bewusst, dass sich hieraus noch gesonderte Risiken ergeben können. Denn ausländisches Erbrecht kennt häufig keinen Pflichtteilsanspruch oder vergleichbare Schutzrechte zugunsten des benachteiligten Ehegatten, wenn die Erblasserperson einen familienfremden Erbschleicher als Erben einsetzt. In einem Fall ursprünglich aus dem Raum Stuttgart war der Erblasser nach Südafrika verzogen und stand dort unter dem Einfluss einer südafrikanischen Lebensgefährtin. Der Erblasser setzte diese in einem Testament als Alleinerbin und Testamentsvollstreckerin ein. Die beiden Kinder wurden damit enterbt. In der Folge müssen die Kinder darüber streiten, ob deutsches oder südafrikanisches Erbrecht gilt, da nach südafrikanischem Erbrecht kein Pflichtteilsanspruch besteht und damit 100% des Nachlasses an die Erbschleicherperson fließen würden.

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