Erbschleicher beeinflussen Notare

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In Verfahren gegen Erbschleicher haben Notare eine wichtige Rolle, denn häufig gelingt es den Erbschleichern, einen Erblasser noch zum Notar zu verbringen und dann dort ein Testament ausstellen zu lassen. Die Notare beurkunden dieses und bestätigen dann im Nachgang die Testierfähigkeit des Erblassers, obwohl eine solche kaum auf Basis eines einzelnen Beurkundungstermins beurteilt werden kann. Notare sollten insbesondere dann kritisch prüfen, wenn der Testamentswunsch nicht von dem Erblassers, sondern dem Dritten (Erbschleicher) geäußert wird, wenn der Erblasser in einem Krankenhaus oder Pflegeheim die Beurkundung vornehmen lässt und aus den Vermögenswerten ersichtlich ist, dass der Erblasser bereits häufiger bei einem Notar gewesen sein muss. Dann sollte der Notar die Frage stellen, warum ein Notarwechsel erfolgt ist. In einem Fall in Norddeutschland hatte sich der langjährig bekannte Notar geweigert, das vom Erbschleicher gewünschte Testament zu beurkunden, weil er der Meinung war, dass das Testament nicht dem Willen des Erblassers entsprach und der Erblasser nicht mehr testierfähig war. Der Erbschleicher hat dann einen völlig unbekannten Notar aufgesucht, der das Testament beurkundet hat.

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