Erbschleicherei bei außerehelichen Beziehungen

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In vielen Fällen wird eine Ehe weitergelebt, obwohl der eine Ehepartner eine außereheliche Beziehung hat. Der andere Ehepartner denkt, dass er durch die Ehe ausreichend abgesichert ist, denn dem Ehepartner steht ein gesetzliches Erbrecht, jedenfalls ein Pflichtteilsrecht zu. Außereheliche Lebensgefährten betätigen sich aber mitunter als Erbschleicher und verschaffen sich unter Umgehung des gesetzlichen Erb- und Pflichtteilsrechts Vermögensvorteile. Ein Weg der Erbschleicher ist es, sich zu Lebzeiten des Partners finanzielle Zuwendungen geben zu lassen, jedenfalls aber eine Kontovollmacht über den Tod hinaus. So kann letztlich das gesamte Vermögen des Partners an dem überlebenden Ehepartner vorbeiübertragen werden. In einem Fall in Süddeutschland erfuhr die Ehefrau erst im Zuge des Todesfalles davon, dass der Ehemann eine außereheliche Beziehung gehabt hatte. Die Ehefrau war zwar gesetzliche Erbin, der Ehemann hatte aber wesentliche Vermögensteile an die Erbschleicherin zu Lebzeiten übertragen, u. a. Ansprüche aus einer Lebensversicherung.

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