Erbschleicherei durch Testamentsvollstrecker

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In der Praxis gibt es viele Fälle, in denen eine Erbschleicherei vordergründig kaum erkennbar ist. Dem Autor sind viele Fälle bekannt, in denen ein Testamentsvollstrecker sich letztlich als Erbschleicher herausstellt. Interessanterweise betrifft das häufig Fälle, in denen der Erblasser als Unternehmens-Patriarch nicht loslassen kann und seinen Kindern letztlich nicht zutraut, das Unternehmen fortzuführen. Es gibt dann vielfach einen Berater des Erblassers, der diesem empfiehlt, die Kinder dadurch einzuschränken, indem eine Testamentsvollstreckung durch ihn selbst eingerichtet wird. Dem Erblasser wird das so dargestellt, dass dann sein Wille über Generationen hinweg weiter berücksichtigt wird und die Kindern das Unternehmen nicht zugrunde richten können. Sehr viele Unternehmens-Patriarchen sind für solche Argumente zugänglich, mit dem Ergebnis, dass die Familie und insbesondere die Kinder keinen Zugriff auf das Unternehmen bzw. das gesamte Nachlassvermögen haben. Sie sind dem Testamentsvollstrecker gänzlich ausgeliefert. Meistens sind dem Erblasser die Konsequenzen überhaupt nicht klar bzw. er wird in diesem Zusammenhang von seinem Berater nicht richtig aufgeklärt. Es bedarf dann unterschiedlicher Rechtsschritte, um die Testamentsvollstreckung anzugreifen.

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