Erbschleicherei im Ausland

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Das Gesetz schützt nahestehende Personen bei Erbfällen durch Pflichtteilsansprüche, die 50 Prozent des gesetzlichen Erbteils betragen und die nach deutschem Erbrecht einseitig nicht vollständig ausgehölt werden können. Erbschleichern gelingt es aber dennoch in bekannt gewordenen Fällen, diese Pflichtteilsansprüche zu beseitigen, indem der spätere Erblasser ins Ausland verbracht wird. Wenn dieser bereits geschäftsunfähig ist, kann dies für den Erbschleicher sogar relativ einfach sein. In bestimmten Ländern ist es dann so, dass das deutsche Erbrecht keine Anwendung findet, sondern aufgrund des Aufenthalts des Erblassers im jeweiligen Land das dortige Erbrecht gilt. Viele ausländische Rechtsordnungen kennen keinen Pflichtteilsanspruch, sodass Erbschleicher durch ein Verbringen des Erblassers in das dortige Land die Pflichtteilsansprüche der Familie zerstören können.

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