Erbschleicherei mit steuerlichen Argumenten

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Immer wieder geschieht es, dass Kinder an das Vermögen der Eltern heranmöchten und sich dieses einverleiben möchten. Die Kinder versuchen meistens, den Eltern größere Vermögensteile, insbesondere Immobilien, abzunehmen und begründen dies vielfach mit steuerlichen Argumenten. Stereotyp ist die Aussage bekannt, dass die Eltern doch aus erbschaftssteuerlichen Gründen die Immobilie auf das Kind überschreiben sollen. Denn hierdurch ließe sich Steuer sparen. Viele Eltern lassen sich durch dieses Argument überzeugen, überschreiben die Immobilie oder andere Vermögenswerte und stellen dann fest, dass das Kind nach Erhalt des Vermögensteils den Kontakt abbricht oder sich undankbar darstellt. Eltern stellen dann auch häufig fest, dass sie überhaupt nicht richtig abgesichert sind und den Vermögenswert nicht mehr zurückholen sollen. In diesem Fall hat sich das Kind als Erbschleicher herausgestellt. Dabei ist zu betonen, dass eine lebzeitige Vermögensnachfolgeplanung vielfach sinnvoll ist und angeraten wird. Allerdings gibt es eben auch viele Fälle, in denen dies überhaupt nicht sinnvoll ist, insbesondere dann, wenn das Vermögen beider Eltern im hypothetischen Erbfall ohnehin erbschaftssteuerfrei unter Ausnutzen der Freibeträge übertragen wird.

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