Erbschleicherei und das Zerstören von Pflichtteilsansprüchen

Artikel gespeichert unter: Allgemeine Hinweise


Pflichtteilsansprüche naher Angehöriger (der Kinder, des Ehegatten, der Eltern) sind häufig die einzige Schranke für Erbschleicher, die sich das Vermögen des Betroffenen über lebzeitige Schenkungen oder ein Testament aneignen. Selbst vor dieser Schranke schrecken Erblasser nicht zurück und schränken diese Pflichtteilsansprüche mit folgenden Mitteln ein:

(1) die Angehörigen werden unter falschen Versprechen überredet, einen Pflichtteilsverzicht zu erklären, dann sind die Pflichtteilsansprüche nivelliert

(2) der Erbschleicher heiratet den Betroffenen oder lässt sich durch diesen adoptieren, hierdurch reduziert sich die Pflichtteilsquote

(3) durch lebzeitige Vermögensübertragungen (Schenkungen, Einbringen in eine ausländische Stiftung) werden die Pflichtteilsansprüche wirtschaftlich reduziert

(4) die Angehörigen werden zu bestimmten Verhaltensweisen provoziert, die dann eine Pflichtteilsentziehung begründen können

(5) der Betroffene wird ins Ausland verbracht und zwar unter Berücksichtigung, dass dann das dortige Erbrecht Anwendung findet und dieses Erbrecht keine Pflichtteilsansprüche kennt.

Haben Sie Fragen? E-Mail an das Forschungsinstitut

« Erbschleicherei durch GmbH-Gründung     Erbschleicherei in den Medien »

Themen

Links

Feeds