Testierunfähigkeit auch bei leichter Demenz

Die generelle Aussage, dass eine Testierunfähigkeit nur bei einer mindestens mittelgradigen Demenz vorliegen kann, ist nicht zutreffend. Letztlich hängt – bei Vorliegen einer Demenz – die Testierfähigkeit davon ab, ob der Erblasser noch ein einer freien Willensbildung in der Lage war. Eine solche freie Willensbildung kann in Einzelfällen bereits bei einer leichten Demenz ausgeschlossen sein.

Prof. Dr. Wolfgang Böh, München-Gräfelfing
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Erbrecht
Fachanwalt für Steuerrecht