Erbschleicherei bei Pflichtteilsansprüchen

Artikel gespeichert unter: Musterfälle


Ein großes Problem für Erbschleicher ist das deutsche Pflichtteilsrecht, das die dem Erblasser nahestehenden gesetzlichen Erben (Ehegatte, Kinder, ggf. Eltern) durch einen gesetzlichen Mindestanspruch teilweise schützt. Dieser Pflichtteilsanspruch kann durch ein Testament kaum umgangen werden. Natürlich versuchen viele Erbschleicher dennoch diesen Pflichtteilsanspruch zu zerstören. Ein beliebter Weg ist der sog. Pflichtteilsverzicht. Es handelt sich um einen notariellen Vertrag, in dem die nahestehende Person gegenüber dem späteren Erblasser auf den Pflichtteilsanspruch verzichtet. Häufig geschieht dies unentgeltlich und aufgrund eines Versprechens des Erblassers, z. B. hinsichtlich einer Schenkung oder eines Testaments. In Fällen, die dem Autor bekannt sind, haben Erbschleicher den späteren Erblasser dazu überredet, gegenüber den nahestehenden Personen einen Pflichtteilsverzicht zu erwirken. Die Versprechen des Erblassers wurden dann nicht eingelöst und die Erbschleicher erhielten das Vermögen.

Haben Sie Fragen? E-Mail an das Forschungsinstitut

« Erbschleicherei bei Lebensführung als Paar     Erbschleicherei und Körperverletzung »

Themen

Links

Feeds